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Wissenswertes
2.4.2025
3 Min. Lesezeit

NOTaufnahme – Nur für echte NOTfälle!

Die Notaufnahme ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Aber sie kann nur dann effizient arbeiten, wenn sie wirklich für Notfälle genutzt wird. Um die Notaufnahmen zu entlasten und ihre Effizienz zu sichern, lohnt es sich, auch auf passende Alternativen zurückzugreifen.

Die Notaufnahmen in Deutschland sind oft überfüllt. Menschen mit kleineren Beschwerden suchen Hilfe, obwohl sie nicht wirklich auf Notfallversorgung angewiesen sind. Doch warum ist das so problematisch? Und wann ist der Gang zur Notaufnahme wirklich notwendig? 

Warum ist es wichtig, die Notaufnahme zu entlasten?

Die Notaufnahme ist ein Ort, an dem Menschen mit akuten, lebensbedrohlichen Beschwerden behandelt werden. Ihr Zweck ist es, schwere Verletzungen und Erkrankungen schnell zu diagnostizieren und zu behandeln. Doch leider wird dieser Zweck immer häufiger durch weniger dringende Fälle beeinträchtigt.

Wenn Patienten mit leichten Beschwerden oder chronischen Problemen die Notaufnahme aufsuchen, sorgt das nicht nur für lange Wartezeiten, sondern kann auch Leben gefährden. Jede Minute, die Ärzte und Pflegekräfte mit der Behandlung von Bagatellen verbringen, fehlt für echte Notfälle. Zeit ist ein entscheidender Faktor, besonders bei Herzinfarkten, Schlaganfällen oder schweren Verletzungen.

Aufgabe der Ärzte und Pflegekräfte in der Notaufnahme

Die Arbeit in der Notaufnahme ist anspruchsvoll und erfordert höchste Konzentration. Ärzte und Pflegekräfte sind speziell darauf trainiert, schnell zu handeln und lebensbedrohliche Situationen zu erkennen. Ihre Hauptaufgaben umfassen:

  1. Leben retten: Akute, lebensbedrohliche Situationen müssen sofort erkannt und behandelt werden. Jede Sekunde zählt – zum Beispiel bei einem Herzstillstand oder einer schweren allergischen Reaktion.

  2. Schwere Verletzungen versorgen: Ob nach einem Verkehrsunfall oder bei tiefen Schnittwunden – schnelle und kompetente Versorgung ist hier unerlässlich.

  3. Schnelle Diagnostik: Durch Untersuchungen wie Röntgen, Ultraschall oder Bluttests wird herausgefunden, was dem Patienten fehlt.

  4. Weiterleitung an Fachabteilungen: Falls nötig, werden Patienten an spezialisierte Stationen oder Fachärzte weitergeleitet.

Wusstest du? Viele Notaufnahmen arbeiten nach dem sogenannten Triage-Prinzip. Das bedeutet, dass Patienten nach der Dringlichkeit ihrer Beschwerden eingeteilt werden. Je schwerwiegender der Notfall, desto schneller wird geholfen.


Wann solltest du in die Notaufnahme gehen?

Die Notaufnahme ist keine Arztpraxis für alle Beschwerden, sondern ein Ort für echte Notfälle. Aber wie erkennst du, ob du tatsächlich dorthin musst? Hier ein Überblick:

Du solltest die Notaufnahme unbedingt aufsuchen, wenn du unter folgenden Beschwerden leidest:

  • Schwere Verletzungen: Große Schnittwunden, Knochenbrüche, starke Blutungen.

  • Atemnot: Plötzliche und schwere Atemprobleme, die nicht nachlassen.

  • Bewusstlosigkeit: Egal, ob kurzzeitig oder länger anhaltend – jede Form von Bewusstlosigkeit ist ernst zu nehmen.

  • Plötzliche Lähmungen oder Sprachstörungen: Diese Symptome könnten auf einen Schlaganfall hindeuten und müssen sofort behandelt werden.

  • Starke allergische Reaktionen: Wenn Atemnot, Schwellungen oder Kreislaufprobleme auftreten, ist schnelles Handeln gefragt.

  • Starke Brustschmerzen: Besonders, wenn sie mit Übelkeit, Schweißausbrüchen oder Schmerzen im Arm verbunden sind – es könnte sich um einen Herzinfarkt handeln.

Merke: Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich um einen echten Notfall handelt, ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen und den Notruf unter 112 anzurufen.

Wann solltest du NICHT in die Notaufnahme gehen?

Viele Menschen suchen die Notaufnahme auf, weil sie unsicher sind, wohin sie sich sonst wenden sollen. Doch in vielen Fällen ist das gar nicht nötig.

Nicht jede gesundheitliche Beschwerde ist ein Fall für die Notaufnahme. Dazu gehören:

  • Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen.

  • Leichte Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen.

  • Chronische Beschwerden, die nicht plötzlich schlimmer geworden sind.

  • Normale Verschreibungen, Überweisungen oder Routineuntersuchungen.

Wenn du mit solchen Beschwerden die Notaufnahme aufsuchst, sorgst du nicht nur für längere Wartezeiten, sondern gefährdest möglicherweise auch Menschen, die wirklich dringend Hilfe brauchen.


Die richtigen Anlaufstellen für leichtere Beschwerden

Zum Glück gibt es viele Alternativen zur Notaufnahme, wenn deine Beschwerden nicht akut lebensbedrohlich sind.

Hausarzt: Die erste Anlaufstelle für alle nicht-akuten Erkrankungen und Routineuntersuchungen. Auch kleinere Verletzungen können hier meist gut versorgt werden.

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: Unter der 116 117 erreichst du außerhalb der regulären Sprechzeiten einen Arzt, der dich beraten oder an eine Praxis weiterleiten kann. Diese Nummer ist kostenlos und bundesweit verfügbar.

Wann ist ein Arztbesuch notwendig?

Ein Arztbesuch ist unbedingt erforderlich, wenn:

  • Die Beschwerden sich verschlimmern.

  • Medikamente oder Hausmittel keine Linderung bringen.

  • Du dir unsicher bist, was die Ursache deiner Symptome ist.

Denke immer daran: Bei Zweifeln lieber einmal zu viel ärztlichen Rat einholen als einmal zu wenig.

Die Notaufnahme ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Aber sie kann nur dann effizient arbeiten, wenn sie wirklich für Notfälle genutzt wird. Menschen mit leichten Beschwerden sollten stattdessen ihren Hausarzt oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Auf diese Weise hilfst du nicht nur dir selbst, sondern auch denjenigen, die dringend auf Hilfe angewiesen sind.

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